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| Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin |
In Fortführung eines Grundanliegens der Universität Witten/Herdecke, nämlich einseitige Wissenschaftspositionen zugunsten eines kritischen, aber unvoreingenommenen Wissenschaftspluralismus zu überwinden, stellt sich in der Medizinischen Fakultät die Aufgabe, die verschiedenen Sichtweisen, Denkansätze, Theorien und Paradigmen in der Medizin sowie deren jeweilige Möglichkeiten und Grenzen vergleichend herauszuarbeiten, ihre erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen zu verfolgen, nach dem jeweiligen Stand ihrer wissenschaftlichen Durchdringung zu fragen sowie darüber hinaus eigene Beiträge zu ihrer wissenschaftlichen und praktischen Weiterentwicklung und empirischen Überprüfung zu leisten Um dieses wichtige, aber an den Universitäten gemeinhin vernachlässigte Aufgabengebiet zielorientiert und effektiv zu bearbeiten, hat die Universität Witten/Herdecke einen Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin eingerichtet. Bereits in den Jahren 1986-1996 hatten zwei im Auftrag der Bundesregierung an der Universität Witten/Herdecke tätige Projektgruppen staatlich geförderte Forschungsförderprojekte zu den Themen "Unkonventionelle medizinische Richtungen" (UMR) und "Unkonventionelle Methoden der Krebsbekämpfung" (UMK) wissenschaftlich und administrativ begleitet. Nach erfolgreichem Abschluss dieser beiden Projekte war und ist es das Ziel der medizinischen Fakultät der UWH und des Inhabers des Lehrstuhls für Medizintheorie, die bisherige Arbeit an einer rationalen Gesichtspunkterweiterung und Gesichtspunktvervielfältigung in der Medizin fortzusetzen und dabei die Frage nach der Humanität (in) der Medizin in den Mittelpunkt zu stellen. Langfristiges Ziel des Lehrstuhls ist es, den gegenwärtig weitgehend willkürlich erscheinenden Pluralismus in der Medizin und die daraus resultierenden Parteilichkeiten, Glaubenskriege und Fragmentierungen zugunsten einer nachvollziehbaren, rational begründbaren Pluralität verschiedener Ansätze, Gesichtspunkte und Paradigmen innerhalb der Medizin als einem sinnvollen Ganzen weiterzuentwickeln. Dementsprechend ist die Erarbeitung einer Integrativen Medizin, innerhalb derer die verschiedenen seriösen, erfolgversprechenden bzw. verfolgenswerten Theorie- und Praxisansätze nicht unter der Prämisse ihres gegenseitigen Ausschlusses, sondern unter dem Gesichtspunkt ihrer wechselseitigen Ergänzung verfolgt werden, ein besonderes Anliegen des Lehrstuhls. Susanne Lier | | 18.03.2004 15:39:33 |
| Links zum Thema: http://notesweb.uni-wh.de/wg/medi/wgmedi.nsf/name/medizintheorie_profi... |
| Quelle: Internet Datum: Mi, 21. 7. 2004 |
Liste zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 28. Jänner 2009, 12:27